Der folgende Dialog ereignete sich just in dieser Woche vorm Muttertag, als zwei meiner engsten Familienmitglieder beschlossen, meinen neuesten Kriminalroman direkt vor mir zu besprechen. Es schien sie nicht zu stören, dass ich anwesend war. Mein Neffe Florian fragte meine Mutter: "Ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass das neue Buch von Lars sooo super ist. Hast du es gelesen?" Meine Mutter antwortete erst nach einer kurzen Pause, die sie scheinbar zum Nachdenken nutzte. Sie schien dabei mehr zu sich selbst zu sprechen: "Seit ich das Buch gelesen habe denke ich permanent darüber nach, welche Defizite,...nein..., lasst mich eher sagen, welche Schäden man haben muss, um ein solches Buch schreiben zu können." Sie schien nun kopmplett in sich versunken. Wir lachten Tränen, bevor mein Neffe einen Versuch des tapferen Verteidigens wagte: "Aber Omi, Lars ist doch ein Schriftsteller!" Sie erwiderte: "Ja schon, aber so etwas muss tief in einem Gehirn existieren." Florian wurde nun mutiger: "Omi, das Buch wird ein Film, hundertprozentig!" Meine Mutter: "Ach, so ein Quatsch, wie soll man denn einen Aufgeschnittenen vor eine Klinik legen??" Florian, nach wenigen Sekunden: "Ooooomi, im Fernsehen ist nicht alles echt."